/me

2003-10-03 17:20:04 (UTC)

*trotzig* ungerecht !

ich weiß nicht, wodurch sich mein leben geändert hat. oder
ab wann genau. vor 13 jahren? vor 15 jahren?
irgendwie komme ich mir manchmal ziemlich verarscht vor.
erst mache ich eine ausbildung und dann gibt es den staat
nicht mehr und die ausbildung war für’n arsch. rente
scheint es, sollte ich in das alte kommen, auch nicht mehr
zu geben. arbeitsplätze gibt es nicht und wenn ich die
nachrichten sehe, dann graust es mir vor dem, was ich sehe.
ich habe den eidnruck, als liefen immermehr menschen mit
bomben in der tasche herum, als ginge die wirtschaft in die
knie und als würden die menschen immer bösartiger. kurz
gesagt habe ich den eindrcuk, als ginge es den bach runter.
und entsprechend gering ist meine motivation, irgendetwas
zu tun. dabei sollte es mir doch gut gehen. ich habe eine
abgeschlossene schuldbildung, berufsausbildung, bin nicht
kriminell, nehme keine drogen, zahle meine rechnungen
pünktlich, habe eine beziehung, ein haustier und 5 kakteen.
was ich nicht habe, ist ein freundeskreis und ich hörte vor
kurzem, das der durchschnittliche westeuropäer kontakte zu
etwa 150 (einhundertfünfzig) menschen unterhält. gibt es
denn keinen bonus dafür, das ich mich an die regeln halte?
irgendeine anerkennung dafür, das ich keine bomben baue,
keine drogen im blumentopf anbaue oder im kellerlabor
zusammenköchele, niemanden über den tisch ziehe und keine
schulden mache? wo bleibt die anerkennung dafür, das ich
beteiligt war, als ein staat unterging, als eine regierung
friedlich (!) gestürzt wurde (wenn auch in sehr, in äußerst
bescheidenem rahmen) ? wo bleibt die entschuldigung dafür,
das es keine blühenden landschaften gibt ? wieso fühle ich
mich alleingelassen? verloren?
mir kam der gedanke das ich nur deshlab zu th gehe, weil
ich einen mutterersatz brauche. man stelle sich das vor.
ich. einen mutterersatz, eine schulter zum ausheulen
womöglich !