/me

2003-09-20 21:54:19 (UTC)

... perchance to dream...

heute : wach geworden, zornig geworden, betrunken geworden.
morgen : wach werden, wach werden, wach werden.
übermorgen :
der tag danach :
die woche danach :
der monat, das jahr, ein ganzes leben :
~~

alles absurd. sogar die bemühungen von psydoc und th., mir
ein wenig zukunftsgläubigkeit ins herz zu pflanzen sind
absurd. es geht nicht um zukunft. es geht um minderung des
leidens. in letzter konsequenz wäre das eine überdosis, ein
headshot. etwas schnelles. wenn es schnell genug ist spielt
der schmerz beim sterben keine rolle.
ich weiß nicht, woran genau ich kranke. was ich spüre ist,
das es mich auffrißt. was ich will ist, das es aufhört was
nicht bedeutet, das ich leben will. warum es letztlich
aufhört, ist mir gleichgültig. wenn ich lebe und es ist
weg, gut. wenn ich aufhöre zu existieren und es ist weg,
auch gut. ich habe den willen nicht immer, am leben zu
bleiben einer zukunft willen, die vielleicht gar nicht
existiert.

du willst medikamente wissen?
kaliumchlorid iv. nimm einfach streusalz, löse es auf, gib
zitronensaft hinzu, koche es und ab geht’s in die vene.
nimm ein neuroleptikum, atosil ist gut 30 minuten zuvor,
dann ein drittel deiner schlaftabletten, wenn die wirkung
eintritt, die restlichen zwei drittel ( du kannst die
pillen mit sehr süßer marmelade verrühren, dann lassen sie
sich leichter schlucken. natürlich mußt du sie zermahlen.
nimm einfach zwei löffel dazu, leg die pillen auf den einen
und zerreibe sie mit dem anderen.)
wenn du gerade noch aus den augen gucken kannst, setz die
injektion.
um sicher zu gehen kannst du dir zusätzlich eine mülltüte
über den kopf ziehen. mit einem gewöhnlichen gummiband
verschließt du den beutel an deinem hals. schiebe einen
finger unter das gummiband um atmen zu können. ersticken
ist wirklich grauenhaft. wenn du bewußtlos wirst, wird der
finger nach unten fallen, das gummiband dichtet den beutel
an deinem hals ab und du erstickst. und wenn du alles
richtig gemacht hast, spürst du davon nichts. wenn du einen
fehler gemacht hast, wirst du als idiot, mit hirnschäden
weiterleben und jede chance auf ein selbstbestimmtes leben
verspielt haben.

du kannst dir auch eine kanüle in die vene stechen, und
dann luft in dein blutgefäßsystem blasen. soviel du kannst.
dann wirst du an einer embolie sterben. nicht die schönste
art den abgang zu machen. aber, wenn es gelingt, bist du
tot. eine kanüle kannst du dir aus der mine eines
kugelschreibers basteln. schneide einfach die spitze schräg
ab und feile sie scharf an. für das eine mal wird diese
improvisierte kanüle ausreichen.

es gibt bücher zu dem thema. sieh nach bei amazon.de,
suchwort „suizid“, bestell sie dir im buchhandel.

und jetzt, wo du das weißt, was machst du mit deinem
wissen? so schwierig ist es nicht, zu sterben. ein strick
ans fensterkreuz geknüpft (oder eine nylonstrumpfhose), den
knoten der schlinge unter einem ohr entlang geführt und
dann mutig aus dem fenster gesprungen. wenn das alles
klappt, bricht dein genick (denke an atlas und axis) und du
merkst kaum etwas.
das wissen nützt dir gar nichts, den willen muß man haben,
oder die verzweiflung.
der tod ist lange nicht so romantisch oder dramatisch wie
du glaubst.
~~
gemäß meiner augenblicklichen stimmung würde ich wohl von
einen hochhaus springen. mit jemandem, der mir, im moment
zumindest, nahe steht, das bist nicht du, noch ein bier
trinken, die beine baumeln lassen, eine zigarette rauchen
und mich fallen lassen. ich würde nicht _springen_, ich
würde fallen. vielleicht träumen unterwegs. ... per chance
to dream ...


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