/me

2003-09-16 10:20:00 (UTC)

arbietsamtstelephonat | TNT

anrufe beim arbeitsamt. die frage lautet : in welcher form
muß mein arbeitsvertrag beendet werden um der sechswöchigen
sperre des arbietslosengeldes durch das arbeitsamt zu
entgehen, wenn ich aus gesundheitlichen gründen (was ich
durch atteste von psydoc und th. belegen können würde) in
dem job nicht bleiben kann.

ich habe etwa dreißig minuten gebraucht, um überhaupt
jemanden vom arbeitsamt an’s telephon zu bekommen. 30
minuten, 12 versuche, zwei verschiedene telephonnummern.
immer freizeichen, keine bandansage die mir mitgeteilt
hätte, wieso der platz am telephon gerade nicht besetzt
ist.

irgendwann die dritte telephonnummer und die gewünschte
auskunft: wenn wichtige gründe für die auflösung des
arbeitsverhältnisses vorliegen, spielt die form der
aufhebung des arbeitsvertrages keine rolle. gesundheitliche
gründe sind wichtig.

ich stelle fest, man kommt ans ziel wenn man von vornherein
unfreundlich zu den mitarbeitern des arbeitsamtes ist. nur
nicht lächeln.

nun kann ich wählen : mein zukünftiger ex-chef sagt, ein
aufhebungsvertrag sei das mittel der wahl für ihn wie für
mich.
eine arbeitsamtstussy sagt, ein aufhebungsvertrag bringe im
jedem fall eine sperre mit sich. und ich müsse mir
unbedingt kündigen _lassen_.
psydoc sagt, es sei egal.
ein befreundeter anwalt sagt, ich solle mir kündigen
lassen, ein aufhebungsvertrag die schlechteste lösung.
der mit dem ich gerade telephonierte sagt, die form sei
egal, wenn ich wichtige gründe für die beendigung des
arbeitsverhältnisses habe.

wem glaube ich nun? mache ICH die sache komplizierter als
sie ist, drücke ich mich unklar aus, wissen die befragten
nicht, wie die gesetzlichen bestimmungen lauten?

ist das die lösung ? :

TRINITROTOLUOL (TNT)
Trinitrotoluol, TNT, C7H5N3O6, Mol-Gew. 227,1, hat von
allen in der Sprengstofftechnik benutzten Nitroverbindungen
die weitaus grösste Bedeutung erlangt.
Es wird sowohl als Sprengmittel für sich allein als auch in
Mischung mit anderen Substanzen benutzt. Seine
Sprengwirkung ist zum Massstab der Wirkung von Atombomben
geworden, die in Tonnen TNT gewertet werden.
Trinitrotoluol hat J. Wilbrand 2863 als erster hergestellt,
die Fabrikation in grosstechnischem Massstab wurde in
Deutschland 1891 aufgenommen. 1902 wurde es in der
deutschen Armee zum erstenmal als Granatfüllung benutzt.
Während des ersten Weltkrieges war die verfügbare Menge
durch die Toluolerzeugung der Kokereien begrenzt. Im
zweiten Weltkrieg wurde Toluol zusätzlich aus Erdöl (USA),
aus Benzol und Methanol (Deutschland) sowie aus n-Heptan
durch Dehydrierung hergestellt.

PHYSIKALISCHE EIGENSCHAFTEN
---------------------------
a-Trinitrotoluol bildet monoklinprismatische Kristalle in
Form von Säulen oder Nadeln. Reines Trinitrotoluol hat
einen Erstarrungspunkt von 80,75±0,05°C (der
Erstarrungspunkt ist exakter zu bestimmen als der
Schmelzpunkt und ist wegen der hohen molekularen
Gefrierpunktserniedrigung von 11,5 zur Reinheitsprüfung
geeignet). Die durch Nitrierung von m-Nitrotoluol
entstandenen Isomeren des a-Trinitrotoluol setzen den
Erstarrungspunkt, wenn c Gew.% m-Nitrotoluol im Mono-
Nitrotoluol enthalten sind, um 0,465 c°C herab.
Beim Schmelzen wird TNT nicht zersetzt, es kann ohne
Anzeichen eines Zerfalls bei 10-12 Torr und 210-212°C
durchgeführt werden; sein Dampfdruck beträgt bei 82,4°C,
Spez Wärme bei 0°C 1,29, bei 80°C 1,57 Joule/g*grad;
Schmelzwärme 98,5 Joule/g; Bildungswärme (v=konst.) 13,5
kcal/Mol oder 56,6kJ/Mol entsprechend 59cal/g oder 247J/g.
Bei den Nitrierungen werden folgende Wärmen frei:
Von Toluol zu o-Nitrotoluol 106,0 kJ/Mol
Zu p-Nitrotoluol 141,0 kJ/Mol
Von o-Nitrotoluol zu 2,4-Dinitrotoluol 124,3 kJ/Mol
Zu 2,6-Dinitrotoluol 118,0 kJ/Mol
Von p-Nitrophenol zu 2,4-Dinitrotoluol 89,2 kJ/Mol
Von 2,4-Dinitrotoluol zu 2,4,6-Trinitrotoluol 73,27 kJ/Mol
2,6-Dinitrotoluol zu 2,4,6-Trinitrotoluol 79,55 kJ/Mol
Unterhalb 35°C verhält sich TNT typisch spröde, oberhalb
zunehmend plastisch.
Dfest 1,654 g/cm3 (Normaltemperatur), Dflüssig bei 82°C
1,467 g/cm3. Gegossenes Trinitrotoluol besitzt eine Dichte
von 1,56, gepresstes bis zu 1,62 g/cm3; Schüttgewicht etwa
0,9 g/cm3.
Trinitrotoluol ist in Wasser praktisch unlöslich; 100g
Wasser lösen bei 0°C 0,01g, bei 20°C 0,013g und bei 100°C
0,1475g. In 100 Teilen Schwefelsäure, 100%, lösen sich bei
80°C 36,5 Teile TNT; die Löslichkeit sinkt mit dem
Wassergehalt ab. Auch in Nitriersäuren ist TNT mit
abnehmendem Wassergehalt zunehmend löslich. Gut löst sich
TNT in organischen Lösungsmitteln, vor allem in Aceton,
Benzol und Toluol, aber auch in heissem Alkohol, in heissem
Tetrachlorkohlenstoff und anderen chlorierten
Kohlenwasserstoffen. Mit anderen Nitroverbindungen bildet
es eutektische Gemische mit herabgesetztem Schmelzpunkt.

CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN; ZÜNDEIGENSCHAFTEN
-------------------------------------------
TNT ist beständig gegen Säuren, lediglich konzentrierte
Salpetersäure von über 110°C oxydiert es zu
Trinitrobenzoesäure. Dagegen ist es empfindlich gegen
Alkalien, die metallhaltige rot- oder braungefärbte
Produkte ergeben, aus denen durch Säuren Abbauprodukte des
TNT ausgefällt werden; zu beachten ist, dass sowohl die
Metallverbindungen als auch die Abbauprodukte meist
empfindlicher gegen Schlag, Reibung und Wärme sind als das
Reinprodukt. Auch Zumischen verschiedener Stoffe, z.B.Fe2O3
oder Schwefel, verkürzt die Zeit vom Beginn der Erwärmung
bis zum Eintritt der Explosion; sie beträgt für reines TNT
bei 275°C 12 min, bei 328°C nur 50 s, durch Zusatz von
Fe2O3 sinkt sie bei 297°C auf 3,9 s. Durch Zusatz von 5%
Schwefel sinkt der Verpuffungspunkt von 333°C auf 304°C.
Gegen Erwärmen ist TNT sehr beständig; erst ab 160°C bilden
sich gasförmige Zerfallsprodukte; bei 240°C tritt nach
30min Entflammung auf.
TNT ist schwer durch direkte Flamme zu entzünden, zuerst
schmilzt es und erst nach Erwärmen auf etwa 300°C tritt
Entzündung ein. Geschmolzenes TNT ist empfindlicher gegen
Schlag als festes. Bei Brand einer grösseren Menge TNT kann
das Feuer durch örtliche Überhitzung, z.B. durch
Hineinfallen glühender Teile in eine Detonation übergehen;
bei Brand ist die Detonationsgefahr von sauerem TNT
wesentlich grösser als bei reiner Fertigware.
Durch Lichtbestrahlung verliert TNT einen Teil des
Stickstoffs und geht in eine dunkelgefärbte, sauer
reagierende Substanz mit erhöhter Schlagempfindlichkeit
über. TNT soll deshalb vor der längeren und intensiven
Lichteinwirkung geschützt werden.
TNT reagiert nur langsam mit einer wässrigen Lösung von
Natriumsulfit, wodurch es sich von seinen Isomeren, die
sehr rasch reagieren unterscheidet. Die durch drei
Nitrogruppen stark aktivierte Methylgruppe reagiert rasch
und heftig mit p-Nitrosodimethylanilin unter Bildung einer
Schiffschen Base; heftige Reaktion tritt auch mit
Benzaldehyd unter Bildung eines Stilbenderivates sowie mit
anderen Aldehyden ein. Diese Reaktionen können zur
Entflammung führen. Die Methylgruppe lässt sich relativ
leicht unter von Trinitrobenzoesäure oxydieren, das leicht
CO2 verliert und Trinitrobenzol ergibt.
TNT bildet leicht Additionsprodukte mit aromatischen
Kohlenwasserstoffen und Aminen. Es ist etwas toxisch.

SPRENGTECHNISCHE EIGENSCHAFTEN
------------------------------
Entsprechend seiner Bruttoformel C7H5O6N3 reicht der
Sauerstoffgehalt des TNT zur völligen Verbrennung und
Vergasung des Kohlenstoffs nicht aus; Saurestoffbilanz: -
0,740g Sauerstoff/gTNT. Die Umsetzung bei der Detonation
ist deshalb stark vom Druck oder der Ladedichte abhängig;
bei einer Ladedichte von 1g TNT/cm3 entstehen pro kg TNT 10
Mole C (Graphit), 773 l Gas (Normalbedingungen) und 910
kcal, bei einer Ladedichte von 1,95g/cm3 dagegen 14,6 Mole
C, 685 l Gas und 1085 kcal.
Die Detonationsgeschwindigkeit D (m/s) von TNT hängt von
der Ladungsdichte r (g/cm3) entsprechend folgender
Näherungsformel ab: D=5010 3225(r-1). Der Stossdruck der
Detonation ist eine Funktion von D2, für r=1,58g/cm3
wurden160*103 Bar gemessen. Die Detonation von Presskörpern
aus kristallisiertem oder gemahlenem oder feingeschupptem
TNT wird durch Sprengkapselzündung einwandfrei ausgelöst.
Aus der Schmelze erstarrtes TNT verlangt zur Auslösung
Detonation zusätzliche Massnahmen. Ausser einer verstärkten
Zündung durch eine Übertragungsladung aus gepresstem
Sprengstoff muss beim Giessen die Ausbildung zu grosser
Kristalle, z.B. durch Zugabe von festem TNT oder von
anderen Zuschlägen und geeignete Abkühlung, vermieden
werden.

HERSTELLUNG
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Ausgangsstoff zur Herstellung von Trinitrotoluol ist
Toluol. Vielfach gehen die Hersteller jedoch von
Mononitrotoluol aus, das sie von Farbenfabriken in guter
Qualität, oft metafrei beziehen.
Die Nitrierung wird in drei Stufen über das Mono- und
Dinitro- zum Trinitrotoluol vorgenommen. Je höher die
Nitrierstufe, um so schwieriger ist die Nitrierung, d.h. um
so konzentriertere Mischsäure, um so höhere Temperaturen
und um so längere Nitrierdauer sind erforderlich. Die
einzelnen Stufen sind jedoch nicht scharf getrennt, so dass
bei Bildung einer niederen Stufe auch die nächst höhere zu
geringem Teil schon mitentsteht.
Die Nitrierungen werden sowohl diskontinuierlich als auch
kontinuierlich betrieben. Bei der diskontinuierlichen
Arbeitsweise wird der zu nitrierende Stoff vorgelegt und
die Mischsäure nach und nach eingetragen oder in
umgekehrter Reihenfolge geabeitet.

CHARGENVERFAHREN
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- Mononitrierung

Aus frischer konzentrierter HNO3, 55%iger regenerierter
HNO3 und 96%H2SO4 wird eine Nitriersäure von etwa 28% HNO3,
56% H2SO4 und 16% H2O hergestellt, die einen möglichst
niedrigen Nitrosegehalt besitzen soll. In einen
Gusseisernern Vornitriergerät werden unter Kühlung Toluol
und Mischsäure 1:2,5 gemischt und laufen dann in die
Hauptnitriergefässe von 10-12m3 Inhalt, in denen sie weiter
gerührt werden. Die Temperatur wird in beiden Gefässen
durch Wasserkühlung auf 35-40°C gehalten, Dauer 5-6h.
Anschliessend kommt der Ansatz in besondere Scheidegefässe.
Die Endsäure geht zur Denitrierung, das aufschwimmende
Nitrotoluol wird mit Wasser neutral gewaschen und in einer
mit Dampf betriebenen Abtreibekolonne unter Zugabe von
etwas verdünnter Natronlauge von den nichtnitrierten
Kohlenwasserstoffen und von Nebenprodukten befreit. Aus 100
Teilen Toluol erhält man 140-144 Teile Mononitrotoluol mit
etwa 4%m-Nitrotoluol.

- Dinitrierung

Die mit Wasser versetzte Endsäure einer vorhergehenden
Dinitrierung wird zur Extraktion ihres Dinitrotoluol-
Gehaltes mit frischem Mononitritoluol ausgerührt; die
ausgerührte Endsäure geht zur Dinitrierung. In einem
Nitrierapparat lässt man zu der auf 30°C gekühlten Endsäure
einer Trinitrierung (s.u.) unter Rühren die berechnete
Menge des aus der Extraktion kommenden Mononitrotoluols
einlaufen, die Temperatur steigt zunächst auf 60°C bis 65°C
und fällt nach Verbrauch der Salpetersäure auf etwa 55°C.
Nun setzt man 60-70% HNO3 zu und nitriert bei 70-72°C. Die
Nitrierung ist beendet, wenn sich aus der Probe kein
Mononitrotoluol mit Wasserdampf abscheiden lässt. Man
scheidet das saure Dinitrotoluol von der Endsäure, die man
zur Ausscheidung des gelösten Dinitrotoluol mit Wasser
verdünnt und dann mit Nitrotoluol ausrührt. (s.o.)

- Trinitrierung

Meist wird das saure Dinitrotoluol in abgemessener Menge in
einem Nitrierapparat vorgelegt und dann mit der 2,5fachen
Menge einer Mischsäure aus 24% HNO3, 70% H2SO4 und 6% SO3
bei anfänglich etwa 85°C unter Rühren versetzt. Man lässt
die Temperatur danach auf 96°C ansteigen und hält etwa 2,5h
bei dieser Temperatur. Man kann auch die Säure vorlegen und
das saure Dinitrotoluol allmählich zusetzen. Die
Trinitrierung verläuft bei dieser gemässigten Temperatur
nur langsam. Einlauf und Reaktion erfordern 6h, dazu kommt
noch 1/2h Standzeit zur Scheidung der Nitrokörper von der
Säure. Die Nitrokörper drückt man vielfach zum Auswaschen
gelöster Nitrose und Salpetersäure in einen
Ausrührbehälter, der mit warmer 70%iger H2SO4 gefüllt ist.
Die Ausrührsäure gibt man dann zu der Nitrier-Endsäure,
verdünnt das Gemisch mit wenig Wasser und setzt das hierbei
ausgeschiedene Trinitrotoluol der Hauptmenge zu. Die
verdünnte Abfallsäure führt man der Dinitrierung zu (s.o.).
Das saure TNT geht durch geheizte Leitungen zur Wäsche.
Vielfach werden die Apparate der Trinitrierung so gross
bemessen, dass die Temperatur im Falle eines übermässigen
Temperaturanstieges oder eines anderen Zwischenfalls durch
Zusatz bereitgestellter kühler, konz. Schwefelsäure gesenkt
und das Nitriergut zum Teil gelöst werden kann