/me

2003-07-28 12:04:33 (UTC)

mail / zwangstherapie

it#s a wonderfull life ...
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th. sagt noch nichts zu dem schreiben, ich habe ihr auf den
AB gesprochen. übermorgen gehe ich zu psydoc, vielleicht
weiß der was zu tun ist. wenn es gar nicht anders geht,
werde ich eben in die klinik gehen. was kann ich sonst tun?
mich mit der krankenkasse anlegen und dem MDK? ich kenne
den MDK, mit dem ist nicht gut kirschen essen. vielleicht
wird die klinik sich als nützlich herausstellen, wer weiß.
man kann nur dazulernen. allerdings habe ich angst davor,
länger als 6 wochen bleiben zu müssen. die klinik hatte am
anfang vorgeschlagen, mich 6 monate dazubehalten und wenn
der antrag auf veranlassung der krankenkasse gestellt wird,
kann es doch sein, das die krankenkasse entscheidet, wie
lange ich therapiert werde.

ich mag es nicht wenn über mich entschieden wird als sei
ich ein kleines kind oder unmündig oder sowas.
was wäre wohl der nächste schritt? der sozialpsychiatrische
dienst? eine zwangseinweisung in die psychiatrie? rente?
ich habe kurz erwogen, meine pulsadern aufzuschneiden,
nicht um sterben , sondern um denen zu zeigen, welchen
druck sie mir machen, jedoch würde das nur eine bestätigung
für meine unzurechnungsfähigkeit sein. weiter dachte ich
daran, die türklinken des MDK-hauses mit einem kotaktgift
aus knollenblätterpilzen zu bestreichen, deren rechner lahm
zu legen etc.

ich will nicht wie ein psychiatrieinsasse in die mühlen der
bürokratie geraten. aber noch habe ich ein wenig zeit. im
prinzip haben die recht, ich sitze zu hause und die
finanzieren mich. ich unternehme nichts, um meine situation
zu ändern. jedoch kann niemand mit den fingern schnipsen
und alles ist gut.

ich kenne menschen, denen die klinik gefällt, die sich
keinen angenehmeren und schützenderen ort vorstellen
können. ich gehöre nicht dazu. allein wenn ich an die
wochenenden denke, und die gruppentherapien usw. das könnte
zu keinem ungelegeneren zeitpunkt kommen als jetzt. weder
fühle noch empfinde ich mich als so krank das ein
stationärer aufenthalt in meinen augen gerechtfertigt ist.
die erwerbsunfähigkeit ist ein mißverständnis, ich bin
nicht in der lage, als ALTENPFLEGER zu arbeiten,
grundsätzlich jedoch, in einem anderen job zu arbeiten, ist
möglich. nur ist es eben schwer, einen job zu finden. der
arbeitsmarkt giert nicht gerade nach mir. mit
ausbildungsstellen ist es ähnlich beschissen.

am liebsten würde ich mich irgendwo verkriechen, auf einer
insel, ackerbau und viehzucht betreiben und vom rest „der
welt“ in ruhe gelassen werden.
vielleicht ist das mit hilfe der klinik möglich. eine
praktikumsstelle finden.
vielleicht bin ich ja doch schwer krank und erkenne es
nicht? vielleicht ist ja mein maßstab verschoben und andere
würden, mit denselben macken wie ich sie habe,
zusammenbrechen? wer weiß das schon? wobei ich meine macken
im einzelnen nicht mal genau benennen kann. geschweige
denn, ihre schwere einzuschätzen.
kannst du vorstellen, daß ich schwer krank bin? wirke ich
so? mit meinen depris und den sozialen hemmungen, der
antriebslosigkeit. was bitte ist denn mein problem?
~~~
... if you can find it