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2003-07-26 13:36:22 (UTC)

pure aggression

CRALDE OF FILTH, „Damnation and a Day“, „Dusk and Her
Embrace“

ich werde mit volkstümlichem schlager terrorisiert, weshalb
ich darüber nachgedacht habe, die boxen der anlage ins
fenster zu stellen und die wichser mit CANNIBAL CORPSE oder
MINISTRY zu beschallen. oder mit NINE INCH NAILS, mit
CRADLE.
vermutlich sollte ich was anderes tun, als zu schreiben
bzw. am rechner herumzuhängen. seit heute nacht bin ich
unsäglich wütend, die pure, die reine, die organische
aggression, der tobende zorn. meine gefährtin habe ich
weggeschickt, denn ich sorge für die, die mir am herzen
liegen. zuvor haben wir bier geholt und ich werde mir das
gleichmal in den hals schütten.
th. sagte ich solle herausfinden, jedesmal herausfinden, ob
der zorn , die angst, was immer, von früher kommt oder
etwas aktuelles ist. heute ist es etwas grundsätzliches,
die summe aus der wärme und dem kribbeln im arm das mich
die halbe nacht wach hielt, der brief gestern, die
atemgeräusche meiner gefährtin, die volkstümlichen
schlager. ein psyochosamstag an dem man mir besser aus dem
weg geht. es sei denn du willst dabei sein wenn knapp
achtzig kilo lebende masse ungebremst eine zimmerwand
durchschlagen.

ruf mich nicht an, rede nicht mit mir, und vor allem : steh
mir nicht im weg, du kannst mich nicht aufhalten denn du
bist in jedem fall zu schwach. du bist nicht skrupellos
genug. ich werde keine rücksicht nehmen. weder auf dein
alter, noch deine geschichte, dein geschlecht. du hast
keine chance. einem solchen wüten hast du noch nicht
gegenübergestanden.

ich habe den telephonstecker aus der dose gezogen, die tür
abgeschlossen und verriegelt. noch während des
klinkaufenthaltes hatte ich mir vorgenommen, mir einen
sandsack zuzulegen. bist du ein sandsack?

sollte ich den zwangsaufenthalt in der klinik nicht
abwenden können, werde ich darauf bestehen, auch an den
wochenenden an den sandsack zu dürfen.