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2003-07-25 12:11:31 (UTC)

zwangsweise therapierung

„Sehr geehrter Herr [name],

ist die Erwerbsfähigkeit eines Versicherten nach ärztlichem
Gutachten erheblich gefährdet oder gemindert, kann die
Krankenkasse ihn auffordern, innerhalb von 10 Wochen einen
Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation beim
zuständigen Kostenträger zu stellen. Kommt der Versicherte
dieser Aufforderung nicht nach, entfällt der Anspruch auf
Krankengeld mit Ablauf der Frist.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) in
[name der stadt] stellt in seinem Gutachten vom 23.07.2003
fest, daß Ihr Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist.

Der Beratungsarzt des MDK schlägt die Teilnahme an einer
medizinischen Rehabilitationsmaßnahme über den zuständigen
Rentenversicherungsträger vor. Diese Maßnahme soll dabei
helfen, Ihre Erwerbsfähigkeit zu bessern und / oder
wiederherzustellen bzw. eine Verschlechterung abzuwenden.

Aufgrund der Dauer und Schwere Ihrer Erkrankung kommen wir
zu dem Ergebnis, daß eine medizinische
Rehabilitationsmaßnahme dringend erforderlich ist und
fordern Sie daher auf, den hierfür erforderlichen Antrag
bis spätestens 04.10.2003 zu stellen.

Wir haben für Sie den beiliegenden Antrag bereits
vorbereitet. Bitte ergänzen Sie diesen und senden ihn
unterschrieben an uns zurück. Wir werden dann alles weitere
veranlassen.

Wenn Sie einen entsprechenden Antrag bereits gestellt
haben, teilen Sie uns dies bitte auf dem beiliegenden
Antwortbogen mit.

Wenn Sie zwischenzeitlich eine Rente wegen verminderter
Erwerbsfähigkeit beantragt haben, so erübrigt sich ein
Antrag auf medizinische Rehabilitationsmaßnahmen.

Abschließend müssen wir Sie darauf hinweisen, daß eine
Änderung oder Rücknahme des Antrages auf medizinische
Rehabilitationsmaßnahmen sowie des Antrages auf Rente wegen
verminderter Erwerbsfähigkeit nur mit unserer Zustimmung
möglich ist.

Bitte beachten Sie auch die weiteren Informationen auf dem
beigefügten Merkblatt.

Mit freundlichen Grüßen
[name]
Kundenberaterin

Anlagen
----------
Antragsformular
Einverständniserklärung
Merkblatt
Antwortbogen
Freiumschlag
~~~~~~~~

was soll man dazu sagen? ich will in keine klinik weil der
kontakt zwischen th. und mir immer besser wird und ich
nicht sehe, welche verbesserungen ein klinkaufenthalt mir
bringen würde, die nicht auch ambulant erreichbar wären.
der satz „Wenn Sie zwischenzeitlich eine Rente wegen
verminderter Erwerbsfähigkeit beantragt haben, so erübrigt
sich ein Antrag auf medizinische Rehabilitationsmaßnahmen.“
läßt darauf schließen, daß es der krankenkasse lediglich um
die finanzen geht. was verständlich ist, mich menschlich
gesehen jedoch herb enttäuscht.
*
„Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) in
[name der stadt] stellt in seinem Gutachten vom 23.07.2003
fest, daß Ihr Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist.“

dieses gutachten möchte ich gern lesen.
*
„Der Beratungsarzt des MDK schlägt die Teilnahme an einer
medizinischen Rehabilitationsmaßnahme über den zuständigen
Rentenversicherungsträger vor.“

eine glatte lüge, dieser brief enthält keinen vorschlag
sondern eine aufforderung einschließlich der snadrohung
einer strafe für den fall, daß ich dieser aufforderung
nicht nachkomme.
*
„Aufgrund der Dauer und Schwere Ihrer Erkrankung kommen wir
zu dem Ergebnis, daß eine medizinische
Rehabilitationsmaßnahme dringend erforderlich ist [...]“

und den letzten antrag mußte ich im widerspruchsverfahren
durchsetzen.
~~~~~

wenn ich den antrag nicht unterschreibe wird mit folgenden
konsequenzen gedroht:

- entfallen des krankengeldes
- beendigung der mitgliedschaft in der kranken- und
pflegeversicherung

und wenn ich den antrag unterschreibe, kann er in einen
antrag auf rente „umgedeutet“ werden ´, dem ich ich dann
wiederum nur mit zustimmung der krankenkasse widersprechen
darf.
~~~~

ich bin fassunsglos.


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