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2003-06-26 13:16:11 (UTC)

vom sinn des lebens

ELEND, „Winds Devouring Men“

heute bin ich, nach einer fast schlaflosen nacht, sehr
zeitig aufgestanden um den waschsalon aufzusuchen. und du,
mein aufmerksamer leser, ahnst es sicher, die frau, die
vermutlich in einer der waschmaschinen wohnt, war auch
wieder da. sie ist immer da, jeden tag an dem ich wäsche
wasche, ist sie auch da.

anschließend habe ich in einem klippieforum unsinn
getrieben.
danach habe ich die wohnung gewischt und das treppenhaus.
mit bleichlauge, mit handschuhen diesmal.

mein magen verhält sich noch immer sehr ätzend mir
gegenüber. er quittiert jede einzelne zigarette mit
erbostem aufschäumen.

als ich vom waschsalon zurückkam, sah und hörte ich zwei O
die auch hier wohnen, wie sie sich über die vor- und
nachteile verschiedener reinigungsmittel bezüglich ihrer
verwendung zum ausWASCHEN von mülltonnen unterhielten. ich
dachte bislang, das sei nur die eine, eine verklemmte
faschistin mit else-kling-touch, die ihre erfüllung darin
gefunden hat, den anderen hausbewohnern bei dem ausführung
bzw. nichtausführen der hausordnung hinterherzuspionieren
(sie legt so kleine papierfetzen in die ecken der
treppenstufen um zu testen, ob man
1. überhaupt und
2. auch gründlich und in den ecken putzt)
und die mülltonnen auszuwaschen.
tatsächlich ist es wohl doch ein duo infernale.

gestern abend schon stand der eimer mit der
reinigungslösung bereit. UND ICH MACHE THERAPIE! wer hat
denn hier im haus einen an der waffel?!

so unterschiedlich können menschen sein, der eine findet
keinen sinn in seinem leben, und die andere findet den sinn
am grunde von mülltonnen und im dreck, der unter meinen
stiefelsohlen klebt bzw. auf der treppe, wenn er aus dem
profil meiner stiefelsohlen herausgefallen ist.

was noch? ich tobe meinen therapieschaden aus. will meinen,
ich versuche anderen meine in den therapien
errungenen „weisheiten“ aufs auge zu drücken. man kann den
menschen einfach jeden scheiß erzählen wenn es nur gut
klingt.