/me

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2003-06-19 09:38:54 (UTC)

happy cadaver

gestern abend habe ich mich ausgeknockt. einfach weil es
schön ist. meine grundgestimmtheit scheint sich vom
depressiven zu entfernen. die situation selbst, immernoch
AU usw. hat sich nicht verbessert aber es is mir nicht mehr
so wichtig.

die schwester meiner gefährtin sagte, als wir zum essen
beisammen saßen, mein t-shirt (ELEND) sei traurig. sowas
verunsichert mich, entweder ist sie zu empfindlich oder ich
bin abgestumpft. womöglich ist das, was die
regenbogenkinder als tieftraurig bezeichnen würden so sehr
teil meiner welt, das ich diese traurigkeit nicht mehr
empfinden kann. womöglich ist, sich die arme aufzuschneiden
wirklich etwas ganz, ganz schlimmes. vielleicht wird das
nur deshalb von den bunten als schlimm empfunden, weil sie
es nicht kennen. so, wie suizid als pervers und feige
angesehen wird, als flucht und verantwortungslosigkeit.
jedoch ist es so daß, wenn man erstmal erfahren hat, welche
macht in den eigenen händen liegt, viele dinge einfach ihre
bedeutung verlieren. mit welchen konsequenzen kann dir ein
anderer drohen, wenn du die macht hast, diese konsequenzen
nicht ertragen zu müssen weil du genau weißt, das du dich
töten kannst (und würdest) und wie du dich töten kannst.

niermand, der nicht ernsthaft versucht hat, sich zu töten,
kann da mitreden, weil ihm die grundlagen fehlen, weil er
nicht weiß, wie tief diese erfahrung einen menschen
verändert, wie stark diese erfahrung ist. und ich möchte
die erfahrung nicht missen.


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