/me

2003-05-26 07:45:41 (UTC)

... all die "kann nicht"'s

ist meine gefährtin aus der tür gegangen, öffnet sich
hinter mir ein abgrund. oder ist der in mir? eine graue
leere?

es ist viel zu tun. auf der geburtstagsfeier der freundin
meiner gefährtin war es nett. zwischendrin saß ich da und
war weit weg von den anderen, hatte keinen bezug zu den
themen die angesprochen wurden, reagierte überschießend auf
belanglose dinge. ich kam mir wie ein fremdkörper vor. wir
übernachteten dort. der auenthalt erschöpfte mich. ständig
hatte ich angst, blödes zeug zu reden.

ich wünschte, das denken würde mal für zehn minuten
aufhören, ständig nach dem sinn zu fragen. ich habe
begriffen, daß es den nicht gibt und es nicht nötig, sich
den ganzen tag scheiße zu fühlen. depressiv,
alleingelassen, unzulänglich, als versager und ballast.
morgen habe ich einen termin bei psydoc und werde ihn
vielleicht um ein rezept für antidepressiva bitten. ich
möchte mich ganz klein zusammenrollen und unter der
bettdecke verstecken. ich sollte mich um einen job kümmern
und kann mich nicht aufraffen, dabei brauche ich nur aus
der tür gehen und wäre nach drei minuten bei dieser
handwerkskammer.

einer auf der geburtstagsfeier will sich selbständig
machen. er hat mal ganz fix einen dreijahresplan
aufgestellt, sich informiert, welche hilfen er bekommt,
alles geplant und durchgerechnet, kredite beantragt, eine
neues auto gekauft, eine neue wohnung bezogen. woher nimmt
der die energie und das vertrauen sowohl in sich selbst als
auch in „die zukunft“? schon wieder fühle ich mich als
versager weil ich all das nicht habe, keinen
dreijahresplan. keinen glauben an die zukunft. kein
vertrauen in mich. keine energie, die dinge zu verändern.
nur angst vor weiterem versagen.

dort war noch ein typ, um die dreißig, hat promoviert, wird
rechtsanwalt. macht karriere. mein eindruck ist, daß jeder
voran kommt und die eigene situation verbessert und ich das
nicht tue, weil ich es nicht kann oder nicht will. ich bin
schnell frustriert wenn was daneben geht, wenn ich
überhaupt etwas versuche. und ich kann mein jammern nicht
mehr ertragen. all die „kann nicht“s .


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