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2003-05-12 13:27:43 (UTC)

fragmente

ohne dich
stille. ich träume davon über den rand der klippe zu
treten. meinen körper auf den steinen zu zerschmettern. ich
träume davon in jeder nacht in der mein blick an den
ursprung der zeit treibt, sich in der schwärze des raumes
auflöst. ich träume davon, das alltägliche
imperativische„Heute jedoch nicht.“ hinter mir zu lassen.
ich wollte nicht leben. ich wollte nicht in diesem
fleischkerker eingesperrt sein und darin verhungern. ich
war frei von hunger und durst und dem verlangen nach
geborgenheit bis ich in diese zellmasse gezwungen und mit
hirn ausgestattet erniedrigt werden konnte von deiner
sucht, deinem unvermögen. ich hasse dich in mir, ich hasse
meine existenz weil sie mit dir verknüpft ist wie die warze
mit der haut.
ich träume davon, den mangel an sinn und notwendigkeit
aufzulösen. ich will sein, wo du nicht sein wirst, ich will
nicht sein, wie und wo du bist. ich ziehe es vor, nicht zu
sein, wenn du bist. vielleicht würde ich sein wollen, wenn
du nicht wärest, wer weiß das schon. ohne dich würde es
mich nicht geben ohne dich wäre ich nicht was und wie ich
jetzt bin. ohne dich wäre ich nicht traurig und leer und
kalt. ohne dich wäre ich nicht. und dabei hättest du es
belassen sollen.
~~~~~~
ich stehe auf der klippe, bin dem himmel so nah. mein blick
folgt den felsen meter um meter in die tiefe. dann ist es,
als träumte ich. nichts mehr um mich herum nehme ich wahr.
bis auf den wind und das beruhigende rauschen der see. als
würde sie zu mir flüstern. nicht schreien. ich bin allein,
endlich ich.
zum letzten mal nehme ich den himmel wahr, atme die weite
bis mein brustkorb fast zerspringt. mein herz schlägt
aufgeregt, ein kleiner schritt und ...
c u in heaven.
~~~~~~
ich konnte es nicht in worte fassen, ihr konntet es nicht
verstehen. irgendwas ist zerbrochen in mir. erst habe ich
das nicht bemerkt und auch jetzt weiß ich nicht genau, was
es ist. es tut nur weh, an seinen scharfen kanten habe ich
mir die arme aufgeschnitten. es ist wie kaltes metall, wie
eis. es ist der damm der meine tränen aufhält.
***


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