/me

2003-05-03 12:28:59 (UTC)

menschenmüll

klippie hat eine mail geschickt. ich soll sie anrufen,
falls die mail mich erreicht. klang dramatisch. ich rief
sie an und sie will auf einen kaffee zu mir her kommen. was
ist nur mit den menschen los im frühling?! immerhin scheine
ich ein gefühl von sicherheit vermitteln zu können. das ist
was ich oft lese. kann ich daraus geld schlagen? nützt MIR
das was?

jetzt stehe ich vor der frage, ob ich mich mit jemandem
treffen will, mit dem zusammen ich in der klinik war.
jemandem, der hilfe braucht, der punkt sowieso aus einem
notfallplan erfüllt indem er sich unterstützung holt. es
reicht offensichtlich nicht, mit mir zu telephonieren. will
ich helfen? nein. sollte ich helfen? ja. wieso fühle ich
mich verpflichtet? keine ahnung.

nachdem ich die mail gelesen hatte, erfolgte das
recherchieren der telephonnummer wie ein reflex.
es gibt menschen, denen ich gern helfe. und es gibt
menschen, bei ich denen ich die verpflichtung dazu spüre.
und es geht mir besser, wenn ich sowenig wie möglich unter
menschen komme. menschen sind wandelnde konfliktfelder. sie
schreien (wie gestern abend, eine familie saß am tisch und
die eltern riefen ihre kinder zur ordnung, davon wurde
sogleich etwas ausgelöst, so daß ich mich nach drinnen, in
die wohnung, verzog wo ich das brüllen, das in wirklichkeit
keines war, nicht hören brauchte).

menschen sind der abschaum der evolution, sie verseuchen
die erde wie viren. ich bin teil dessen. evolutionärer
abfall. das ist nicht meine welt hier, nicht mein platz.
ich passe nicht hierher. vielleicht woanders hin, hierher
in keinem fall. und nichts, nichts von dem was ich tue,
verbessert irgendwas an meiner situation. ich kann mein
fühlen ändern, aber nicht die situation. am ergebnis und
für den abgrund selbst, ist es unerheblich, ob der klippie
lacht oder weint, wenn er hineinspringt. leben ist derart
sinnlos, daß die menschen sich in jegliche ablenkung
flüchten, in hobbies beispielsweise, nur um diese
sinnlosigkeit nicht zu spüren.
sie haben angst vor dem tod weil sie ihn nicht kennen. sie
haben angst vor ihrer sterblichkeit, sie haben angst davor
zu erkennen, wie unbedeutend sie sind, wie allein und
einsam. dabei sind sie nicht einsam, sie sind eben nur ein
einzelner mensch in einer masse von sechs milliarden
anderen menschen. und das macht sie unbedeutend.

FUCK YOU ALL.