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2003-05-01 16:18:02 (UTC)

Gute Reise, Erik.

CRADLE, „Damnation ...“

der Erik ist tot. er hat aufgehört zu atmen nachdem er drei
stunden lang krämpfe hatte und zwei mal je 2,5 mg valium
injiziert bekam. wir haben ihn am garten begraben.

gestern abend, wir hatten besuch und hatten leckerstens
gegessen, polterte er mit seinem karton durch den halben
raum, meine gefärtin schrie „[mein name] was soll ich tun?
was soll ich tun?“ .
was soll man da noch tun? da kann man nichts tun außer zu
verhindern, das er sich die knochen bricht weil er in den
krämpfen unkontrolliert gegen irgendwelche ecken schlägt.
meine gefährtin rief den tierarzt an, sie wollte, daß ich
das tue abert ich hielt es für wichtig, ihr das zu
überlassen damit sie etwas zu tun hat. der tierarzt sagte,
wir sollen in fünfzehn minuten wieder melden wenn die
krämpfe nicht aufgehört hätten. wir nahmen zu diesem
zeitpunkt noch an, Erik habe epileptische anfälle. es wurde
nicht besser und der arzt gab auf nachfrage an, er würde
valium spritzen. die krämpfe wurden nach der gabe von
diazepam injektionslsg. etwas weniger. wir gingen deshalb
davon aus, den Erik heute zum tierarzt schaffen zu können
um eine behandlung einleiten zu können. wir hielten
sitzwache und gegen ein uhr morgens sagte meine
gefährtin „er hat aufgehört zu atmen“. sie war in tränen
aufgelöst, völlig fassungslos wie das passieren konnte. das
ereignis trat plötzlich ein. vor dem beginn der krämpfe
sprang er noch herum und kuschelte mit der Pentessilea usw.

mir war zum weinen zumute weil ich meine gefährtin so
aufgelöst sah und wußte, daß sie sehr darunter leidet. ich
wollte auch weinen. es ging nicht. ich war traurig und
spürte die tränen und wollte weinen aber dann war es wie
bei einem niesreiz der plötzlich verschwindet.

wir begruben ihm im garten, neben der Jeanny, seiner ersten
freundin.