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2003-04-25 01:01:09 (UTC)

fuckhead

Freitag, 25. April 2003, 2:37 h
es hat ein paar versuche gebraucht, damit ich mir über den
wert meines lebens klar werden konnte. ich verschwand von
meinen gebrurtstagsfeiern weil ich versuchen wollte, ob das
jemandem auffiele. meine gefährtin sagte, das sei traurig.
nein, das war nicht traurig, das war eine bestätigung für
meinen eindruck.
daß niemand mich vermißte, war nicht so schlimm, nur ein
bißchen. im endeffekt dachte ich, man könne diese feiern
ausfallen lassen, denn es waren zwar meine geburtstage,
aber von mir nahm niemand notiz.

jetzt soll ich, weil ich mich meiner gefährtin zuliebe zu
einer therapie entschlossen habe, erkennen, wieviel ich
TATSÄCHLICH wert bin. als ob ich das nicht früher schon
gelernt hätte. meine wertigkeit ist so hoch wie der nutzen,
den man aus mir ziehen kann. ich bin ein tier, weil ich die
ganze tafel schokolade gegessen hätte, wenn mein vater mich
nicht angebrüllt hätte, daß nur tiere so handeln würden.
ich bin nicht soviel wert, wie andere kinder, weil man über
mich offensichtlich nach belieben verfügen darf. natürlich
darf man das nicht. man tut es trotzdem. man KANN es.
einfach so.

ich habe mich darin eingerichtet und soll nun umlernen.
will ich das? glaube ich an ein glückliches und
befriedigendes leben? nein. ich glaube, daß nur wenigen ein
solches leben vergönnt ist. vergönnt nicht, durch eigene
arbeit, sondern durch günstige umstände. günstige umstände
gibt es. nicht für mich.
ich fühle mich ja nicht mal wohl, ich ertrage einen
zustand des glücks gar nicht. ein paar sekunden sind drin,
dann beende ich es. ich manipuliere menschen. wird die
situation in einer diskussion unangenehm, unterbreche ich
sie durch irgendeine bemerkung, über das wetter oder
sonstwas. ich leiste gute dienste. für andere. ich sorge
dafür, daß sie sich wohl fühlen. für mich bin ich solches
zu leisten nicht im stande.
ich will das nicht. ich will mich nicht ändern. ich bin
müde, erschöpft. ich will nur, daß es aufhört. ich will
mich hinlegen und nicht mehr wach werden. mir reicht es.
schluß.

natürlich gab es glücksmomente in meinem leben. unter
anderen gegebenheiten hätte ich das sogar als glück
empfunden. es wäre sicherlich normal gewesen, sowas als
glück zu empfinden. die nähe eines menschen zum beispiel.
ich konnte damit nichts anfangen. ich habe funktioniert.
die mädchen kamen zu mir und ich wußte nicht, was sie
wollten. als ich älter war und wußte, ich hatte davon
gelesen, was die beiden geschlechter geschlechtliches
miteinander treiben, hatte ich angst davor, weil das
mädchen davon schwanger werden konnte.
ich habe mich gewundert, als das begehrteste mädchen der
schule auf dem schulhof immer wieder nach meiner hand
gegriffen hat. was wollte das? ich habe sie meine hand
nehmen lassen und habe mich gewundert. ich habe nicht
reagiert, ich ließ es geschehen. vermutlich ließ ich vieles
geschehen ohne mich zu wehren. gegenwehr war nicht
sinnvoll. gegenwehr, also physische gewalt, war nicht
möglich. sie ist nicht möglich wenn du zu schwach und zu
klein bist. man muß wissen, wann man eine chance hat und
wann nicht.



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