/me

2003-04-08 15:27:17 (UTC)

viele kugeln und ein würfel

THE SISTERS OF MERCY, „Floodland“
I hear dying, bombers and empire down

in diesem biographiescheiß komme ich nicht weiter. ich
wollte einen beitrag für ein svv-forum schreiben,
kategorie Berichte von Betroffenen. fuck it.

immerhin wurde mir klar, daß ich meistens dann geschnitten
habe, wenn ich das gefühl hatte, anders zu sein und deshalb
nicht dazuzugehören. wenn ich allein war, mich verlassen
fühlte.
Th. hatte recht mit dem Ausdruck „Grundverlorenheit“ (oder
so ähnlich).

während der schulzeit wurden mir sympathien nur innerhalb
meiner klasse entgegengebracht wohingegen andere durchaus
gute kontakte in andere klassen unterhielten. in der ersten
ausbildung war es genauso, in der zweiten noch weniger.

es war, als verband mich mit den anderen nur eine teilweise
gemeinsame sprache, empfindungen, ansichten. als seien die
anderen kugeln und ich ein würfel die alle zufällig in
derselben kiste lagen.

während der zweiten ausbildung wurde mir von einigen
mitarbeitern mehr oder weniger deutliche ablehnung
entgegengebracht. als hätte ich die pest ohne es zu wissen.
es schien immer so zu sein, daß man mich entweder mögen
oder hassen könne, ohne grauton.
die mich nicht mochten waren meistens diese
durchschnittstypen. die mich mochten waren irgendwie
angeschlagen. dabei habe ich nichts getan, um ablehnung zu
provozieren, ich verhielt mich wie alle anderen auch (
*ähem*), versuchte, meinen job zu machen und in den
zeugnissen steht immer drin, wie kameradschaftlich ich sei
und wie gut meine benehmen sei, meine arbeitsleistung,
meine umgangsformen bla, bla, bla. und trotzdem war da
irgendetwas, das mich unterschied, in einer weise, daß es
mich zu einem aussätzigen machte. vielleicht habe ich ja
grüne haut und kann es nicht sehen?

irgendwas scheint von mir auszugehen, eine aura. ich trug
zu dieser zeit kaum schwarz, ich lief sowas von normal
herum, bluejeans, weißes t-shirt.