/me

2003-04-02 15:47:04 (UTC)

ersatzbefriedigung

ich sollte diesen seiten fernbleiben. nicht, das ich mir
ständig die photos ansehe, ich lese die berichte und
geschichten dort. und bin erstaunt, wie genau die schreiber
über sich selbst und ihr verhalten erzählen können. wie
genau sie sich beobachten, wie sie die beobachtungen
zusammenfügen und wie gleichgültig es ihnen ist, ob sie in
irgendein schema hineinpassen oder nicht. eher würden sie
verlangen, daß extra für sie eine kategrorie erfunden
werden soll, als das sie sich in eine kategorie
hineinverbiegen würden.
ein grund diese dinge zu lesen mag die hoffnung sein (ja,
ich hege hoffnungen, HOFFNUNGEN), jemanden zu finden der
mir ähnelt, der so ist wie ich bin. andererseits, wenn
jemand so ist wie ich, würde der sich ein anonymes tagebuch
zu legen und ansonsten sich jeder wortmeldung enthalten.

ich wünschte, ich könnte sagen was mir fehlt, was ich
brauche, wie ich mich fühle, was ich will, welche ziele ich
habe. ich wünschte, ich wäre nicht so sprach- und
ausdruckslos wie ich es bin.
***
mich drängt es, mir den kopf zuzuknallen von irgendwoher
komt der impuls, es nicht zu tun, ein weiter gedasnke wird
an das *warum?* verschwendet das ich kenne (meine gefährtin
ist in ihre wohnung gegangen, die gelegenheit ist günstig).
diese kenntnis ändert nichts an dem fühlen, wozu ist sie
dann also wichtig?

ich habe ein bild gemalt, den schattenriß meiner li. hand
mit unterarm und eröffneter arterie. das lenkt mich ab, es
ist eine ersatzbefriedigung, wie cola light. *ekel*

was meinst du, mein leser, geht es mir jetzt besser?