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2001-09-19 15:34:55 (UTC)

Instabilität²

Ich werde morgen Nachmittag zu psydoc gehen. ( ohne
ein „vielleicht“ diesmal) Ich habe das Empfinden ständiger
Anspannung und Überforderung. Es ist zu schwer, ständig die
Fassade von Stabilität aufrecht zu erhalten. Heute wurde
ich wieder gefragt, ob ich krank sei. Wenn Außenstehenden
meine Instabilität auffällt, sollte ich etwas unternehmen.
Heute Morgen setzte auch wieder eine Visualisierung ein.
Ich kann mich allerdings nicht genau daran erinnern, was
diesmal in die Kiste getreten wurde und mit Sicherheit ist
das gut so, zumindest ist es sinnvoll. Ich verwarf die
Idee, Atosil zu nehmen weil ich dann nicht arbeiten könnte.
Ich bemerke, das ich durch die geringsten Anlässe aus der
Haut fahren oder Weinen könnte. Und ich staune, wie lange
man trotz kleinerer Ausfälle weitermachen kann.
Es ist mir einfach zuviel, immer und für jeden Verständnis
aufzubringen, jemandem der wütend ist, den Wind aus den
Segeln zu nehmen und eine konstruktive Diskussion zu
beginnen. Ich darf nicht schreien. Ich muß ständig
ausgeglichen sein weil niemand mich anders kennt und weil
ich mein Gesicht nicht verlieren will. Man kennt es ja
nicht einmal, das ich die Stimme hebe und laut werde,
von !!! L-A-U-T !!! werden ganz zu schweigen. Ich habe nun
doch 25 mg Atosil genommen. Es ist keine Anspannung, es ist
eine Explosion die bereits begonnen hat und die ich zu
kontrollieren suche. Mir zittern die Hände und ich bin kurz
davor, auf den nächstbesten der etwas von mir will,
loszugehen. Ich muß meine Hände hinter dem Rücken im
Hosenbund verstecken um nicht unangemessen zu reagieren. Um
diesen Sekundenbruchteil Zeit zu haben, den es braucht, die
Hände nach vorn zu bringen. In dieser Zeit liegt die
Chance, Kontrolle über eine entgleisende Situation zu
bekommen.
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Musik : Faith & the Muse - Elyria / Annwyn, Beneath the
Waves