/me

2001-09-10 18:10:51 (UTC)

erweiterte Wiederholung

Ich weiß es nicht. Du bist nicht die erste die mir sagt,
das ich mich um mich selbst kümmern sollte, das es an der
Zeit ist. wie geht das denn, sich um sich selbst zu
kümmern? Ich verstehe nicht, was Du meinst?

Wenn niemand es mir dankt, das ich an mir arbeite, was an
sich schon sehr schwierig ist (Also nicht, weil die
Dankbarkeit fehlt oder sowas.), dann habe ich keinen Grund
an mir zu arbeiten, denn, ich kann nicht für mich, noch
allein wegen mir existieren. Es gibt einfach kein „Ich für
mich“. Ich atme keinen Stickstoff und ich kann nicht einzig
für mich etwas tun. Ich habe keinen Wert für mich. Wenn
meine Gefährtin mich nicht „sieht“ löse ich mich auf, ich
existiere nicht für mich, es gibt keinen Grund aus dem
heraus ich für mich existieren könnte. Es ist für mich
nicht vorstellbar, es ist vollkommen absurd. Verstehst Du?
Außerdem ist es nicht ungefährlich, wenn ich meinen
Emotionen ausgesetzt werde. Sie überfluten mich, ich wehre
mich dagegen weil ich weiß, oder glaube zu wissen, das der
Kern gewalttätig ist. Ich habe angst vor mir und angst um
die anderen, die sich dem dann ausgesetzt sehen. Ich kann
mit dem „Es“ nicht umgehen und ich kann es schon gar nicht
beherrschen wenn es draußen ist, jemals nach außen dringen
sollte. Das läßt sich nicht fangen, nicht zähmen, das kann
man nur töten. Niemand würde „Es“ aufhalten können, es
würde durch Wände brechen und „Es“ empfindet keinen
Schmerz.
Meine Gefährtin sagte mir, das unser besonderer Gast ( eine
Freudin vor ihr), mich als einen Freund ansieht und das die
sich _Sorgen um mich macht. Das führte bei mir zu
körperlichem Unwohlsein. Ich kann mit sowas nicht umgehen.
Das ist zu verbindlich und zu nah. Ein „Freund“ dringt ,
allein deswegen weil es ein Freund ist, in Bereiche vor,
die ich nicht kontrollieren kann und die mir Angst machen.
Ich erlebte die Äußerung, das sie mich als Freund ansieht,
als Bedrohung. Wenn ich bedroht fühle, streckt dieser
aggressive Bereich seine Fühler aus und es strengt sehr an,
das zu verhindern und ich könnte das nicht über längere
Zeit. Die Verteidigung wäre absolut, das heißt, derjenige
würde mich niemals mehr wieder bedrohen können. Es ist so
fürchterlich, Angst vor sich selbst zu haben. Es ist
notwendig, die Fassade zu erhalten, denn was darunter liegt
ist fürchterlich und würde mich ohnmächtig hinter sich
lassen. Der Preis ist hoch, für die Umwelt wäre er noch
höher, wenn ich „es“ nicht unterdrückte. Vielleicht
übertreibe ich auch und mein fühlen trügt mich. Wenn ich es
ausprobieren würde und recht behielte und es wäre
tatsächlich gewalttätig wäre das fatal.


Mein Tagebuch bei op existiert nicht mehr. Ich habe ein
neues bei einem anderen Anbieter. Das Schreiben hilft mir
zum einen, mich zu erinnern ( ich bin vergesslich was
irgendwelche intensiven emotionalen Dinge angeht. zum
beispiel hat meine Gefährtin mir gestern erzählt, weil ich
wieder Zweifel am sinn des Klinikaufenthaltes habe / hatte,
das ich vor kurzer Zeit noch völlig fertig, neben ihr im
Bett lag und irgendwelche Sachen erzählte, die einen
Klinikaufenthalt wohl mehr als nur rechtfertigen, ich hatte
das schon ganz vergessen) und zum anderen kann ich, wenn
Erinnerungen auftauchen, sie festhalten. Meistens ist es
so, das ein Erinnerungszipfel faßbar ist und wenn ich aber
versuche, tiefer in diese Erinnerung einzutauchen, wird sie
immer unwirklicher und ich zweifle am Ende, ob diese
Erinnerung tatsächlich existiert hat. Das ist sehr
verworren, sie löst sich einfach auf und noch während ich
in gehen will wird sie zu einem Nebel und verschwindet, so
wie Sand einem zwischen den Fingern hindurchrinnt noch
während man ihn betrachtet. Tatsächlich habe ich das Bild
von einem Nebel, die Erinnerung wird grau und zu einem
Nebel auf dunkelgrüner Wiese. In einem Tagebuch kann ich
wenigsten die anfänglichen Fetzen festhalten wenn ich
schnell genug bin und nicht so sehr daran denke, sie
festhalten zu müssen. Es ist gut, das es von anderen
gelesen werden k-a-n-n . Allerdings will nicht wissen, wer
das liest, das würde mich im schreiben hemmen. Und wenn
jemand versuchen würde, mich zu verletzen, naja, ich denke,
dem würde ich erst die Arme brechen und dann den Brustkorb
zertreten. Keiner verletzt mich ungestraft, niemals mehr.
Es tut mir gut, Tagebuch zu führen, ich kann ein wenig
herumspinnen und den Narziß befriedigen *errötet *.


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