/me

2002-12-10 23:35:33 (UTC)

der guten fee

eine sorge treibt mich seit langem um. wie wird es sein,
irgendwann, ohne svv, ohne depris. wo werde ich meine
inseln finden? ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ich
leben werde mit gesellschaftlichen, sozialen kontakten.
wenn ich sagen kann „Das bin ich“.
wenn ich wissen werde, was mir gefällt, was mir schmeckt,
was ich mag oder nicht mag, wo meine grenzen liegen. werde
ich den widerlichkeiten des lebens ohne schutz
entgegentreten müssen? werde ich weihnachten feiern und
meinen geburtstag freudig begehen? dinge tun, die alle
anderen auch tun?

vielleicht will ich das gar nicht. sterben, jetzt im
moment, würde ich sterben wollen ( nur für den fall, daß
eine gute fee das hier liest) denn die veränderungen machen
mir angst. ich will nicht noch mehr oder noch länger angst
haben, ich will angstfrei sein.

eine melanchloie ist etwas warmes, wodurch wird diese wärme
dann ersetzt werden? ich hätte einen jasmintee trinken
sollen statt trüben gedankenachzuhängen.ich beneide
*lonelysoul* noch immer. er stellt sich diese fragen nicht
mehr, er ist angstfrei.

vielleicht will ich das gar nicht – Therapie. vielleicht
unterziehe ich mir ihr nur, weil ich zu blöde war, mich
umzubringen. als eine art kompromis. dabei ist sich zu
suzidieren um sovieles einfacher und ich bin um so vieles
müder seitdem.

wer hoch fliegt, stürzt am ende tief. insofern hoffe ich,
in den nächsten taxilanfreien tagen einige male sehr hoch
zu fliegen um die nötige fallhöhe zu erreichen. der
aufprall soll mich töten. na gut, melodramatisch.
in gedanken sehe ich mich in der wanne liegen, das wasser
rot und kalt, ich tot und kalt und aufgedunsen. ich spüre
eine sehnsucht als sei das der ort an den ich gehöre, als
sei tot zu sein meine heimat, meine bestimmung, meine
erfüllung. stille, friedlichkeit. sanft, warm, geborgen.