/me

2002-11-25 22:59:52 (UTC)

theoretisches

gefühle, emotionen. je stärker deren erfordernis desto
ferner sind sie mir. ich stelle fest, man kann nicht mit
menschen zusammenleben und dabei unemotional sein. denn das
schließt einander aus. aufgrund der riesigen schritte
meiner gefährtin in ihrer therapie, erkenne ich, wie falsch
mein herangehen an meine therapie ist. ich bin nicht dort,
um mein schwindelgefühl loszuwerden, und es spielt keine
rolle, daß ich kein problem damit habe, in mein fleisch zu
schneiden. es ist unmöglich, die dinge in teilen zu
behandeln, sie hängen zusammen und man behandelt entweder
alles, oder man läßt es insgesamt sein.
gut, das sind hehre worte und ich bin gerade in der
stimmung dazu. wenn ich wieder im korbsessel sitze, ist
mein kopf so leer und alles ist unwichtig. es ist
unmöglich, sich gewissen dingen zu stellen und dabei
unberührt zu bleiben, man kann beíspeilesweise ängste nicht
emotional distanziert bearbeiten, man muß sie an sich
heranlassen, muß sie fühlen. *ekelt sich*

der klinik sehe ich mittlertweile manchmal mit freude
entgegen. ich freue mich auf die ruhe dort. ruhe ist etwas
wertvolles.doch genug der „schlauen“ sätze, man darf
sich nicht kaputtdenken.