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2002-11-21 22:44:21 (UTC)

klinik genehmigt

musik : CRADLE OF FILTH, „From the Cradle to Enslave E.P“

mein rentenversicherungsträgeer hat sich gemeldet. mein
klinikantrag wurde genehmigt. gestellt hatte ich ihn am
05.09.02 da kann ich ja froh sein, nicht an krebs erkrankt
zu sein, denn wäre mein krebs bereits ausgebrochen ( du
mußt wissen, daß ich rauche) würde ich die genehmigung
vielleicht nicht erlebt haben und wäre unglücklich
gestorben. *zg* apropos gestorben : eine bewohnerin liegt
im sterben, das ist gut denn ihre let6zten jahre waren
unwürdig. künstliche ernährung usw. sie drohte seit jahren,
an ihrem bronchialsekret zu ersticken. ich wünsche den
todeskanditdaten immer „gute reise“, so zum abschied, denn
wenn ich auch nicht in tränen ersaufe wie die anderen
mitarbeiter, so geht es mir doch nicht am arsch vorbei wenn
jemand stirbt. die tode von mir unbekannten menschen gingen
mir schon immer näher als die tode von verwandten oder
bekannten. am schlimmsten ist es, wenn mein haustier
stirbt, das bricht mir das herz.

doch zurück zu meinem leben. ich bin mir nicht sicher, daß
ich mich auf die klinik freue. andererseits fühle ich mich
derart erschöpft, seit ich die zusage in händen hielt, das
mir die erholung als etwas seit jahren notwendiges
erscheint. obschon ich erst vor einem halben jahr in dieser
klinik gewesen bin. die therapiemotivation wurde durch die
lange wartezeit auf die genehmigung allerdings gemindert.
und sooooo schön ist es in dieser klinik auch wieder nicht.
ich bin also hin- und hergerissen. ( und würde, wer hätte
es vermutet) lieber aus einem fenster springen als dorthin
zu gehen.

aufgrund des arbeitskräftemangels am arbeitsplatz plagt
mich mein gewissen und sagt „im moment geht es dir doch
gut, geh später in die klinik“. schrecklich ! ich wünschte,
ich könnte einmal nur mich klar für oder gegen etwas
entscheiden ohne das mein gewissen hineinfunkt. angenommen
auch dieser aufenthalt dauert 6 wochen, dann war ich in
diesem jahr bereits 17 wochen wegen meiner macken
krankgeschrieben. scheint also was ganz schlimmes zu sein.
*zg* ich atme also auf, aber ganz leise.

je länger ich darüber nachdenke, jetzt beim schreiben,
desto größer wird das chaos in mir, eine melange aus
freude, befürchtungen, scham, der überlegung, ob ich’s
nicht doch bloß übertreibe und mich nur mal zusammenreißen
müßte, ...
vielleict kennst du, mein leser, diese empfindungen. und
ganz leise flüstert eine stimme, daß es egal ist, was
irgendwer sagt, daß ich wichtig bin, daß ich für meine
wohlergehen sorge trage soll. ein anderer gedanke ist, daß
diese kliniksache nichts als flucht ist vor der welt, vor
mir. mir wird übel dabei. mein herz schlägt bis zum hals.

gestern brach eine mitarbeiterin im treppenhaus zusammen
und in tränen aus. ich sagte ihr, sie könne morgen ruhg zu
hause bleiben wenn sie sich nicht im stande fühle, zu
arbeiten und wir würden ihre arbeit (ausnahmsaweise)
übernehmen. sie entgegnete, es würde schon gehen, wenn sie
jetzt ein paar stunden frei habe, dann sei sie ja aus der
arbeit raus und könne sich von ihr erholen. bis zum
nervenzusammenbruch zu arbeiten scheint also nicht in
ordnung zu sein.

ich suche wieder, wie beim ersten mal, nach begründungen
für meinen klinikaufenthalt. begründungen wohlgemerkt, die
für die umwelt bestimmt sind, nicht für mich. ich versuche,
mich zu rechtfertigen. aber erstmal gibt es ½ TAVOR, sonst
komme ich überhaupt nicht zur ruhe. tavor sind meine
zweitlieblingspillen, am liebsten habe ich STILNOX, die
machen so schön breit. *sabbert*
jetzt muß mein kopf erstmal das chaos ordnen und übermorgen
ist ja auch schon sonnabend.


***
of dark blood and fucking
***


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