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2002-10-07 09:02:18 (UTC)

taubheit beim gestreichelt werden

es war einmal ein mensch, der sein sexualleben in vollen
zügen zu genießen im stande war. im vergehen der zeit
verließ ihn diese fähigkeit und er registrierte, daß er
beim gestreichelt werden oft kaum etwas spürte am
oberkörper, daß sein muskeltonus sich erhöhte, daß das
fühlen ihn verließ , so, als sei ein stromkreis
unterbrochen. das gefiel diesem menschen nicht und er würde
diese neue situation, die ja eigentlich nicht so neu war,
mit seiner nuit besprechen müssen, fürchtete sich aber, die
falschen worte zu benutzen und seine nuit traurig zu machen
denn sie gibt sich sehr viel mühe mit ihm.
was ich sagen will, ist, daß es sich ich, werde ich am
oberkörper gestreichelt, anfühlt, als sei da hornhaut oder
als trete ich einen schritt von der berührten haut zurück
ins innere meines körpers wie in einen schützenden bunker.
und das ist nicht in ordnung, ich meine , wenn das poppen,
nähe, zärtlichkeit keinen spaß mehr macht, dann ist wohl
höchste zeit, zu handeln. oder?!
am besten beschreibe ich dieses taube fühlen wohl mit dem
ausdruck „ängstliche erwartung“. ich überlege gerade, ob
mir das schonmal begegnet ist und *macht pause und holt
sich frischen kaffee* mir drängt sich der gedanke auf, daß
in schocksituationen das empfinden in dieser weise
reduziert ist. wann habe ich eine schocksituation erlebt?
die taubheit kommt mir bekannt vor.