/me

2002-10-05 09:11:22 (UTC)

das tagebuch meiner gefährtin

seit meine gefährtin tagebuch führt und ich darin lese...
sie ist so l-e-b-e-n-d-i-g. und so mitfühlend. ich
wünschte, ich könnte ihr dabei helfen, ihr augenmerk
stärker auf sich zu richten statt sich mit meinen macken
rumzuschlagen. kein wunder, daß sie sich an mir erschöpft.
ich will das nicht. ich bin der einzige, der an mir etwas
tun kann, oder es unterlassen kann, etwas zu tun.

sie schreibt davon, an mir symptome eines mißbrauchs zu
entdecke, und will „nicht noch mehr symptome sehen“. es
sollte mich doch sehr wundern, wenn ich sexualisierter
gewalt ausgesetzt gewesen wäre. natürlich kann man sich,
wenn man das will, anhand von indizien in solche
fickgeschichten hineinsteigern. und ich weiß nicht, wieso
ich weißhaarige, alte männer nicht mag und manchmal von
solchen eine bedrohung gegen mich ausgehen fühle. wenn
einer den arsch versohlt bekam, mag es er es nicht, auch
nicht beim poppen, am arsch angefaßt zu werden, das deutet
nicht unbedingt auf sexualisierte gewalt in der
vergangenheit hin.

manche der bilder die ich gemalt habe, vereinzelte, ganz
wenige, enthalten sexszenen, gewaltpornographie, aber das
können auch bilder sein, die ich irgendwo gelesen habe, die
mir übel aufstießen. niemand liest traumaliteratur ohne von
den geschilderten erlebnissen berührt zu werden. und wenn
du lange genug in den abgrund schaust.... ganz besonders
bei menschen wie mir, solchen, mit reicher phantasie.

man darf sich nicht in solche dinge hineinsteigern, man muß
sich an fakten halten, soweit sie zugänglich sind., nicht
mehr, nicht weniger. andererseits, sollte ich je
herausfinden, das meine gefährtin recht hat würde mich das
sehr wütend machen. und ... wer sollte mich dann aufhalten
können?