/me

2002-09-25 11:30:23 (UTC)

vermutungen zu svv / besuch bei psydoc

svv und deprikram sind wunderbar geeignet, sich darauf, wie
auf eine insel, zurückzuziehen. dem leben aus dem wege zu
gehen. und sie werden solange rückzugsgebiete sein, wie
sich keine alternative findet. wieso auch sollte man
sich „dem leben“ in den weg stellen, sich ihm überhaupt
stellen? weil es wertvoll sein soll denn-wir-haben-nur-das-
eine? morgendlicher auswurf tritt bei mir nur sehr selten
auf, ist er deswegen wertvoll?
wie komme ich jetzt wieder darauf? egal. es schoß mir so
den kopf. ( wie die kugel mir durch den kopf geschossen
wäre, wäre die waffe damals geladen gewesen, aber nein, war
sie natürlich nicht. man gönnt mir einfach nicht mal die
kleinste freude ;-) vermutlich hätte kaliber .22 ohnehin
nicht ausgereicht um meinen dickkopf zum platzen zu
bringen. )
der deprikram steht mir im wege. er hält mich auf, ich
komme nicht voran, zudem zwingt er mich, zuviel hoffnung
auf den untergang „der welt“ und zuviele gedanken daran zu
verschwenden, ein ach-wie-armes-schwein ich doch bin. oder
sein könnte, wenn die umwelt recht hat.
mir fehlt die orientierung im bezug auf meine
erbarmunsgwürdigkeit denn ich traue mir nicht und habe
entweder den eindruck, sowieso alles falsch zu machen oder
die schändlichen fehler ausschließlich bei allen anderen zu
finden. was fehlt, ist die mitte. und da ich weiß, das
weder die anderen immer alles falsch machen noch das ich
immer alles falsch mache, irgendwer aber irgendwas richtig
macht, bin ich ständig verunsichert und irgendwie immer
getrieben, gehetzt und auf der suche nach dem einen, immer
gültigen maßstab für alles. und nein, ich bin keine 15
jahre alt, ich bin *zählt die jahresringe unter den
augen*, .... jedenfalls viel älter. allenfalls pflege ich
den deprikram und die anderen malaisen seit 15 jahren.
weswegen ich vermutlich den eindruck habe, seitdem würde
die zeit stehengeblieben sein.

jetzt geht die telephoniererei wieder los. eine stunde lang
um an die reihe zu kommen, um einen termin mit der Th
ausmachen zu können. wußtest du, daß ich mir meine zuhörer
zuweilen kaufe?

ich habe psydoc meinen konflikt vorgetragen. eine seite die
schreit, das ich faul sei und arbeietn gehen solle. und die
andere seite, die sagt, das ich mir eit hehmen solle, für
mich. usw. die erste fühlt sich an, als sei sie von außen
in mich eingetragen worden, die andere fühlt sich gesund
und stark und un-benutzt an. ich führte weiter aus ( wobei
ich ziemlich nervös auf dem stuhl herumzitterte) das mir
der objektive maßstab fehle um eine entscheidung für eine
der beiden sich gleichstark anfühleneden seiten treffen zu
können. er sagte, er könne den objektiven maßstab geben und
fragte, um wieviel er die krankschreibung verlängern solle.
er fragte : „14 Tage ?“ ich kenhte ab, das ist wohl
eindeutig zu lang. wir einigten uns auf 10 tage.eine
metapher kam mir zum thema svv in den sinn, ich weiß nicht,
ob sie als vergleich taugt. kann man die sanktionierung
jeglicher starker positiver wie negativer gefühle mittels
feuerzeug und rasierklinge mit dem verwehren des zutritts
zum paradies mittels flamme und schwert gleichsetzen?

und da das glück mit dem tüchtigen ist, sich also der
weltgeit heute mal nicht gegen mich verschworen hatte,
bislnag jedenfalls, habe ich morgen einen termin bei der
Th.