/me

2002-07-06 16:40:33 (UTC)

leer, still, bitter

ich fühle mich leer, unausgefüllt. als sei ein teil in mir,
von mir, im nichts verschwunden.
erst ist mir kalt, in der nächsten minute zu warm, dann
wieder kalt. ich bin müde. mir fallen die augen zu und paar
minuten später bin ich dann wieder wach um bald darauf
wieder für wenige minuten zu schlafen. und wenn ich wach
bin ist da auch immer die leere, die stille, das nichts. es
ist einfach da, regt sich nicht, ist nur anwesend. wie
ein ... – ich weiß kein wort. eine präsenz, die nichts
will, nicht agiert, nichts will, nichts sagt. es ist
einfach da. leere. ein druck auf der brust, eine spröde
bitternis im kopf. lähmend, alles angenehme verleidend und
mit seiner schieren präsenz überdeckend. vielleicht kann
ich das mit rotwein ausfüllen oder mit verletzungen. es
lähmt die vorstellungskraft, verwandelt alles freudige in
belangslosigkeit, es dehnt die zeit des wachseins in eine
unerträgliche dauer. es gibt nichts, von dem es aufgehalten
werden kann, es ist ewig, mächtig, bitter im geschmack und
es macht unglaublich müde.