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2002-06-11 13:47:03 (UTC)

traum von störchen

ich habe geträumt und wurde davon gegen 4:30 h wach. im
traum erklärte mir ein bauer, wie man störche fängt. es gab
zwei störche, einen fing der bauer um mir zu zeigen, wie
man das macht. man braucht flüssigen teer und honig dazu.
beides wird in ein altes ölfaß kniehoch gefüllt und der
storch landet darin und weil teer und honig klebrig sind,
kommt der vogel aus dieser falle nicht heraus. ich hatte
keinen teer, nur honig und de bauer teilte mir mißbilligend
mit, das es dann eben auch so gehen müsse und werde und das
die falle ohne teer nicht so sicher sei. der storch, mein
storch, landete in dem faß und untzernahm anstrengungen,
heraus zu kommen, was ihm nicht gelang. dann wurde ich wach.
mir schossen gedanken durch den kopf, was mir der traum
wohl sagen soll. das war störend weil ich doch schlafen
wollte. eine deutung, die ich verwarf weil sie unsinnig ist
und ich davon überzeugt bin, das sie wiedermal in die
falsche richtung geht, sah so aus : den storch assoziierte
ich mit „kind“ (-heitsgeschehnissen) an die komme ich nur
heran, wenn ich den schlamm (das faß mit dem teer und dem
honig) durchwühle. aus welcher zeit diese erinnerungen
stammen würden, deutete ich aus der kniehohen füllung des
fasses ( wie alt ist man, wenn man gerade kniehoch ist?).
traumdeutung ist ein faß ohne boden *g* . ich sehe mich,
wie ich als kind in eine faß lande, das mit schmutzigen
dingen gefüllt ist aus denen ich nicht rauskomme. was euine
weitere deutung zuläßt, nämlich, daß ich in
eine „schmutzige“ umgebung hineingeboren wurde aus der ich
nicht herauskam weil irgendetwas ein unüberwindlich mauer
bildete. das ist nichts neues. ich weiß, das das milieu in
dem ich auswuchs, nicht so sonderlich positiv war, und es
sicherlich viel schlimmeres gibt.
so, mein leser. jetzt steht wieder die frage im raum, wieso
ich mir permanent alles unerklärlich in richtung
sexualisierter gewalt zurechtdeute. in welcher weise würde
ich davon profitieren, wenn sich herausstellte, das mein
kindlicher mund tatsächlich gefickt worden wäre? was wäre
mein gewinn dabei? bin ich blöde oder mangelt es mir an
aufmerksamkeit? habe ich zuviele bücher gelesen und sehe
deshalb überall „schwarze männer“? ich wünschte, irgendwer,
jemand der glaubhaft ist, würde mir sagen, das ich mir
alles zurechtspinne, ausdenke oder das ich recht habe und
wirklich gefickt wurde. gewissheit wäre sehr angenehm.