/me

2002-05-27 09:28:07 (UTC)

meine antwort auf eine e-mail


also, es gibt indizien (bilder) die für sich allein
gesehen, noch gar nichts aussagen. diese bilder kann man,
wenn einem der sinn danach steht, zu einer handlung
verknüpfen. das hirn sieht sich mit fragmenten konfrontiert
die was-weiß-ich-woher kommen und versucht, so ist das hirn
geschaltet, daraus einen logischen uzsammenhang zu basteln.
ich habe überlegt, nachgedacht, orte, zeiten in denen mir
etwas derartiges zugestoßen sein könnte und wurde nicht
fündig. es existiert kein erklärbarer zusammenhang zwischen
den seltsamen empfindungen und dem, was ich weiß oder
überprüfbar richtig ist. vielleicht habe ich soviel angst
davor, vergewaltigt worden zu sein, das ich mir das, was
hätte gewesen sein können, bunt ausmale. etwa wie leute,
die einer katastrophe entgingen und sich dann vorstellen,
was alles hätte passieren können wenn sie nicht den einen
zug später genomme hätten. manche eindrücke sind sehr
fremd, wie von einem anderen. ich stehe quasi in einem
laden voller dinge, die irgendeinen zweck zu haben scheinen
der mir aber fremd ist. seltsamerweise spüre ich das
bedürfnis, in genau diesem laden mit den fremden dinge zu
sein. es ist nicht wie ein deja-vu, es ist eher, als würde
ich fremde photos ansehen und eine gewisse verwandschaft zu
bildern feststellen, die in meinem kopf sind. als hätte ich
eine reise unternommen und kann mich nict mehr daran
erinnern. das gefühl, das da etwas ist. nicht wissend,
warum dieses gefühl existiert. die ahnung, das jemand
gleich anrufen wird, oder sowas.
allein die vorstellung, das ich opfer sexualisierter gewalt
geworden sein könnte, ist absurd. ich wurde verprügelt,
auch wenn ich das nicht im einzelnen erinnere. sexuelle
übergriffe müssen einfach, bei sowenig dinge gewalttätigen
dingen die ich erinnere, mit in betracht gezogen werden.
ich würde sogar die entführung durch aliens in betracht
ziehen, wenn es physikalisch nicht unmöglich wäre. außerdem
hätte es doch spuren geben müssen, blaue flecke, wunden.
irgendwas. und möglicherweise erinnere ich mich deswegen
nicht, weil nichts egwesen ist. ich erinnere mich nicht,
auf dem mond gewesen zu sein. und warum? weil ich niemals
auf dem mond war. diese brizzeln am arsch kann von
irgendwelchen prügelorgien herrühren, die ich nicht
erinnen, sie würden nur in den allgemeinen kontext passen,
und weil ich nach sexuellem trauma suche, biege ich mir das
in dieser richtung zurecht weil es ja, oh mein gott,
soviel, dramatischer wäre. ich kann nicht unterscheiden, ob
ich bei einem bild deshalb angst empfinde, weil es
möglicherweise eine erinnerung i-s-t oder weil ich angst
habe, das es eine erinnerung sein k-ö-n-n-t-e.
wie auch immer. es bleibt spannend. ich habe mir gerade
einen malblock und farben und pinsel gekauft und werde
malen wenn es sinnvoll erscheint. an einem bild das mir im
kopf hing, habe ich lange überlegt und ich meine , es in
einem porno gesehen zu haben, - gerade fällt mir ein, nioch
nie einen schwulenporno gesehen zu haben. aber das sagt
nichts aus, ich konstruiere wieder, denn seit tagen suche
und wühle ich. und dieses bild würde mir auch erklären,
weshalb es mir als jugendlichem egal war, das mir die zähne
aus dem mund faulten und ich mich weigerte, einen zahnarzt
aufzusuchen. tatsächlich war es so ekelig, das die freundin
eines kumpels sich weigerte, mit mir und ihm zusammen, in
eine disko zu gehen. ich lief damals ziemlich asozial
herum, mitelscheitel, fettigstes haar und den mund voller
brauner zähne, da, wo es noch keine lücken gab. aus solchen
bruchstücken läßt sich ein eins a trauma bauen. findest du
nicht? ich sollte bücher schreiben. und auch jetzt, da ich
dich in der klinik kennenlernte, habe ich manchmal
probleme, mir nahrung in den muind zu stecken, es kommt mir
regelrecht pervers vor, als müßte ich dann kotzen.
andererseits habe ich keine probleme mit sex, ich genieße
ihn und er kann nicht schmutzig genug sein. eine sexuelle
raserei. meine phantasie schlägt da purzelbäume.