/me

2002-05-09 19:49:19 (UTC)

des kämpfens müde | starflight(?)

es wird nicht besser davon, wenn ich mich dem drang zu
schneiden, verweigere und es aufschiebe. ich muß weder mir
noch dir, werter leser, etwas beweisen. die frage ist nun,
wieso ich es aufschiebe.
morgen noch, dann habe ich zwei tage frei. ich werde also
morgen rotwein kaufen und mich betrinken. nicht, weil ich
die freie zeit nicht ertrüge, ein, weil ich mich nicht
spüren will mit meinen defekten und mängeln.

der gedanke an meine gefährtin ist immer weniger geeignet,
mich vom suizid abzuhalten. hingegen wird die überzeugung,
das sie mich verstehen würde, immer stärker. das beruhigt
mich einerseits, macht mir andererseits aber auch angst.
vielleicht werde ich am wochenende mal wieder die
zwischenlösung wählen und meine arme massakrieren. ich bin
es einfach leid, mir jedes bißchen normalität erkämpfen zu
müssen. ich bin müde, mürbe und wenn der suizid eine
niederlage sein sollte, dann ist er eben eine niederlage.
für mich, ist er der triumph, denn ich muß nicht länger
kämpfen. das leben mit seinen banalitäten die am ende
vollkommen gleichgültig sind erscheint mir nicht
erstrebenswert. was soll das auch, therapie zu machen um
das statistische lebensalter zu erreichen. oder dient eine
therapie der schmerzlinderung? so, wie der suizid auch.
weshalb sollte ich das eine dem anderen vorziehen? rational
gesehen, ist der suizid vorzuziehen. bei emotionaler
betrachtungsweise, das leben. bin ich ein emotionaler
mensch, was denkst du, mein analytischer leser? werde
ich „es“ tun? oder werde ich *es* tun? und vor allem, wann
werde ich *“es“* tun? wann fängt das leben an und wann hört
das sterben auf?