/me

2002-02-11 11:37:48 (UTC)

kaltes grau

im hintergrund grollen schwere gitarren. das schlagtzeug
schleppt sich durch die melodie. und ich warte, wie üblich.
ich vergaß, das hier der rosenmotag als inoffizieller
feiertag gilt und deshalb die postzustellung wohl ausfällt.
so habe ich zeit, über das weitere vorgehen zwecks
krankschreibung nachzudenken. ich will dich nicht
langweilen. ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich der
klinikantrag nicht nur ein traum war. es fühlt sich an, wie
das schweben im leeren raum. oder gibt es nicht solche
wassertanks zur sensorischen deprivation?

richtig, alles ist von unbestimmbaren grau. vielleicht
sollte ich doch wieder arbeiten gehen. nach einem tag werde
ich so erschöpft sein, als hätte ich eine wcohe lang
doppelschichten geschoben. und das liegt nicht daran, das
meine tätigkeit körperk´lcih erschöpfend wäre. es liegt am
geistigen leerlauf dort.

insofern ist das sterben das einzige erlebbare abenteuer
das übrigbleibt. leere. leere, leere, leere.
vielleicht entscheide ich mich wieder anders, das wechselt
ja so schnell, ich werde eine verlängerung der
arbeitsunfähigkeitsbescheinigung anstreben. ich muß mich ja
nicht auslaugen lassen für eine sache, für die es sich
nicht lohnt. ich denke, du weißt, was ich meine. ist es
nicht an der zeit, das ich mich um mich kümmere?! das ich
mich in meinen mittelpunkt stelle?! was’n scheißtag.ich
sollte raus gehen, aber drau0ßen ist karneval, igitt.