/me

2002-02-07 17:48:48 (UTC)

wieso ich brenne

ich habe mich gestern weder geschnitten, noch verbrannt,
obwohl ich spürte, das es an der zeit ist, das zu tun. man
könnte annehmen, das die wahl der methode des svv irgendwo
angelernt ist bzw. mit der biographie in verbindung steht.
„gelernt“ habe ich, zu schneiden. ds war die erste
willentliche und bewußte verletzung die ich mir zufügte.
ich wollte sterben und war mir aber nicht sicher und also
erfolgte der schnitt sehr flach und sehr lang. eigentlich
war es nur wenig mehr als ein langer kratzer. damals wußte
ich nichts von svv.
wieso ich jetzt bevorzugt zum feuerzeug greife, kann ich
nicht genau sagen. natürlich gibt es praktische gründe ,
zum einen blutet es nicht, zum anderen ist das gefühl dabei
wesentlich „tiefer“ und eindringlicher.
ich verletze mich, wenn ich mit dem, wa ich empfinde
(freude, traurigkeit...) nicht zurecht komme. dieses fühlen
ist bedrohlich. vielleicht so, wie der tiefe ozean auf den
flachlandbewohner ängstigend und bedrohlich wirken kann.
ein treffenderes bild mag der vergleich mit einem
halbdunklen und einem nachtschwarzen, absolut finsteren und
unbekannten raum sein. welchen würdest du mit größerer
angst betreten?
wie gesagt bin ich nicht scharf darauf zu lernen, mit
diesen dunklen räumen zurechtzukommen, zu lernen, wie ich
mich darin trotzdem gefahrlos orientieren kann. es gibt
keinen grund für mich, diese räume zu betreten, alles was
ich brauche, befindet sich außerhalb dieser räume, denn da
ich sie niemals betreten habe, kann ich auch nichts in
ihnen abgestellt haben das ich jetzt herausholen müßte. und
wenn jemand anderes etwas in diesen dunkelräumen deponiert
haben sollte, ist das dessen problem. soll sich der
bedrohung aussetzen wer da will.
ich halte es auch nicht für besonders männlich oder stark,
emotionen zu haben. sie fehlen mir nicht. und ich bin ja
garnnicht so gefühlstaub, ich habe genügend wärme und wie
das alles heißt wie ich brauche, ein zuviel wird
weggeschnitten, verbrannt. das sind probate mittel.