/me

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2002-02-07 17:15:57 (UTC)

weshalb der kater auf meinen beinen liegt

ok, gut, in ordnung. heute habe ich das haus nicht
verlassen. aber welches vernunftbegabte wesen geht denn
nach draußen, wenn die karnevalistischen horden durch die
straßen toben? keinesfalls habe ich mich zurückgezogen, ich
schrieb einen artikel für op, und las in MOBY DICK soweit
meine konzentrationsfähigkeit das zuließ, ich habe mittels
einer glühenden nähnadel eine lötstelle an meinem wecker
repariert und meine großmutter über den bevorstehenden
klinikaufenathalt in kenntnis gesetzt. sie fragte, ob ich
alkoholiker sei oder ob es an meioner gefährtin läge. ich
verneinte beides.
wie es aussieht, reicht es der umwelt nicht, über den
umstand informiert zu werden( ich gehe in eine klinik)
sondern sie will auch über den zweck ( ich mache eine
psychotherapie) und den grund ( den ich nicht nenne)
informiert werden. es mag sein, das das asu einem mitgefühl
oder reiner neugier erwächst. ich empfinde es als
zudringlich, ganz besonders von leuten die wissen müßten,
das ich keine näheren angaben zu solchen themen abgebe. was
könnten die damit schließlich anfangen? überrascht sein
und – was? was denn? helfen?!? „das ist vermutlich eine
posttraumatische belastungsstörung.“ „ach so ! ja dann ist
alles klar“ was für ein unsinn.

gestern dachte ich kurz, das mein kater sich nicht allein
deswegen auf meine beine oder meinen arsch legt, weil es
dort so schön warm ist, sondern weil er mich mag. kann das
sein? entdecke ich gefühlsregungen? es ist ja so schon
kompliziert genug, soll ich mich jetzt auch noch mit
emotionalen regungen auseinandersetzen? mein ziel ist nicht
(!!!!!) solche sachen zu haben, sondern sie nicht zu haben,
wenn jeder rational handeln würde, wäre es soviel einfacher
in der welt zurecht zu kommen. beispiel : ich ficke, weil
das spaß macht – akzeptabel. ich ficke, weil ich diese
person liebe – unverständlich.
so, soll ich lernen, das letztgenannte zu verstehen? warum?
vermutlich sagst du jetzt, mein psychologisch bewanderter
leser, das der mensch ein wesen mit emotionen und gefühlen
usw. ist. gut. kann er ja auch sein, nur soll er mich damit
verschonen. ich bin mit meiner gefährtin zusammen seit,
*rechnet* vier jahren? drei jahren? in der größenordnung
und es war mir nie wichtig, die emotionale bindung zu
benennen. ich spüre, das sie mir gut tut, das sie mich
nicht verletzt, sie nicht bedrohlich ist und es irgendwie,
weiß der teufel aus welchem grund, gut mit mir meint. das
reicht doch vollkommen.


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